Ist es noch Coaching oder schon Psychotherapie? Diese Fragestellung besitzt durchaus Relevanz. Denn es zeigt sich in der in der Praxis, dass in Coachings auf eine Fülle von Methoden zurückgegriffen wird, die verschiedenen therapeutischen Schulen entnommen sind. Vor diesem Hintergrund werden in der vorliegenden Facharbeit Annahmen und Ansätze der Schematherapie auf ihre Eignung sowie auf ihre berechtigte Anwendung hin untersucht, Eingang in die nicht-therapeutische Arbeit des Coachings zu finden. Die Facharbeit wurde im Rahmen der Zertifikatsvergabe zur einjährigen Ausbildung zum „Systemischen Coaching und Veränderungsmanagement“ am INeKO – Institut an der Universität zu Köln für die Entwicklung personaler und interpersonaler Kompetenzen – vorgelegt. Sie war theoretischer Bestandteil einer zweigeteilten Prüfung (Praxis & Theorie) im Jahr 2021.
Nach einer begrifflichen und bedeutungsorientierten Abgrenzung zwischen Psychotherapie und Coaching, erfolgt mit der Vorstellung des klientenzentrierten Ansatz von Carl R. Rogers eine Annäherung und Verbindung zum Arbeitsgebiets des Coachings. Im Nachgang der Einführung in die Annahmen und Arbeitsweisen der Schematherapie, schließt die Arbeit mit einem Coaching-Beispiel und einer empfehlungsorientierten Bewertung hinsichtlich der Fragestellung, ob es sich bei der Schematherapie als aktuellem Entwicklungsansatz in der Psychotherapie, um eine berechtigte und geeignete Methode für den Einsatz im Coaching handelt.
